30.12.2016 – Tauranga – Rotorua

Erste Nacht im gemischten 9-Bettzimmer, das auch (fast?) komplett belegt war. Ich weiß natürlich nicht, ob ich gesägt habe, aber ein anderer Typ hat es definitiv getan. Zwei Holländer haben sich dann noch eher drüber lustig gemacht, wodurch es auch nicht leiser wurde. Damit durften die Ohropax erstmals ihren Dienst verrichten. Um 7 Uhr war ich auch ausgeschlafen, so dass ich gegen halb neun schon auf dem Rad saß. Es war herrlich sonnig und wenig Wind. Und das allerschönste: Es waren so gut wie keine Autofahrer da. Keine Ahnung, ob es einen Feiertag gab, ob alle besoffen waren oder beides. Die über 100.000-Einwohner-Stadt war tot wie am Sonntagmorgen. Dank Garmin habe ich den Weg aus der Stadt über herrliche Seitenstraßen genommen. Es ging dann ganz sanft von Meereshöhe auf 300 m hoch mit 2-3% Steigung. Danach ging es auch mal hoch UND runter, teilweise auch mal richtig in ein Bachtal runter (Schlucht klingt natürlich viel wichtiger). Der höchste Punkt war dann mit 500 m erreicht, am Ende waren die Steigungen aber doch knackiger als 2-3%. Das danach konnte man durchaus als Schlucht bezeichnen – gute 100 m ging es runter und danach direkt wieder hoch. Kurze Zeit später zeigte sich erstmals der Lake Rotorua, es ging eine gemütliche Abfahrt runter und von nun an flach in der Nähe des Seeufers. Die Tanke im Vorort durfte mir noch eine große Flasche Cola verkaufen, unterwegs war auf über 50 km nichts zum Nachfüllen gewesen. Vermutlich werde ich übermorgen noch eine Literflasche extra mitnehmen, denn der Weg nach Taupo sieht mindestens genauso unbevölkert aus. Insgesamt ein gemütlicher Tag mit nur 63 km, auch wenn die immerhin 1.000 hm hatten, da ich es doch ruhig angegangen bin. Garmin hat aber momentan keine Lust, die korrekte Zeit/Durchschnittsgeschwindigkeit auszurechnen.

Von unserem ersten Aufenthalt hier vor 22 Jahren hatte ich in Erinnerung, dass wir es nicht so lange ausgehalten haben, weil die ganze Stadt nach Schwefel stinkt. Bislang weht einem seltener mal ein kleiner Schwall in die Nase, aber nicht schlimm. Die Jugendherberge hier ist zumindest modern und groß. Wifi ohne Volumenbeschränkung passt auch. Die Wäsche ist jetzt auch gewaschen und getrocknet, es reicht wieder für 4 (Fahr-)Tage. Bis vorhin (Ortszeit 18:30) war ich noch der einzige im Viererzimmer. Mit (vorzugsweise asiatischen) Late-Entries (“NZ to be done in 10 days”), die den Tag noch über die halbe Insel gefahren sind, muss aber immer gerechnet werden 🚖.

Der Plan für morgen ist, mir die geothermischen Gebiete mit Geysiren und so weiter anzusehen. Dass morgen Jahreswechsel ist, kommt einem hier nicht so vor. Mal sehen, was hier morgen so passiert. Meine Erwartungen können eigentlich nur übertroffen werden.

Für den Aufenthaltstag im Tongariro National Park (Dienstag) werde ich noch versuchen, einen Platz beim Tongariro Crossing zu bekommen. Man wird zum einen Parkplatz gefahren, wandert 19,4 km über die Vulkane und wird am anderen Parkplatz wieder abgeholt. Sicher interessanter als mit dem Rad soweit wie möglich hochzuradeln und dort auf eigene Faust “rumzulatschen”.

Garmin-Link zur heutigen Etappe

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Ein Kommentar zu 30.12.2016 – Tauranga – Rotorua

  1. Carolin sagt:

    Nun…über Sägen kann ich auch mitreden 🙂

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